Kimba

Stille,
gewiss bin ich traurig,
wenn du gehst.


Ein langer gemeinsamer Weg mit allen Höhen und Tiefen

ist auf dieser Erde zu Ende gegangen.
Kimba hat mich auf so vielen gemeinsamen und unterschiedlichen Wegen begleitet.
Ich durfte durch ihn so viel erfahren und er hat mich

soviel gelehrt.

Es wird still sein....

 

Eigentlich sollte der Hund für meine Frau sein. Aber nach unserer Trennung hat Kimba sich für mich entschieden, worüber ich froh und dankbar bin.
Er ist mein vierter Hund gewesen, aber bei ihm war alles anders.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass ich zu einem Tier solch eine besondere Beziehung aufbauen könnte und dass mir der Abschied so schwer fallen würde.
Dass wir zu einem eingeschweißten Team wurden, verdanke ich zu einem großen Teil Renate Dimter. Hatte sie mich nicht gelehrt, wie man mit einem Hund richtig umgehen soll?

Hat sie mir nicht immer wieder zu verstehen gegeben, dass ein Tier mehr als nur ein Tier ist?
Als ich im Spätsommer 2007 merkte, dass eine große Veränderung bei Kimba eintrat, machte ich mir sehr viele Gedanken und Sorgen. Natürlich wusste ich, dass er alt war. 10,5 Jahre sind für einen Hund dieser Größe schon ernorm. Aber ihn gehen zu lassen, kam für mich nicht in Frage.
Immer wieder Besuche beim Tierarzt, der sehr bemüht war, sein Bestes zu geben. Es vergingen Wochen und Monate, mal ging es ihm sehr gut und dann gab es Tage, an denen er nur liegen bleiben wollte.
Weihnachten 2007 war das Weihnachtsfest, an das ich nicht gerne zurückdenke.
Kimba ging es so schlecht, dass ich mich mit ihm auf den Weg zum Tierarzt machte, mit der festen Vorstellung im Kopf, ihn in seine ewigen Jagdgründe zu schicken. Aber der Tierarzt stimmte meinem Wunsch nicht zu. Er bekam neue Medikamente, die ihm auch gut taten. Nach den Feiertagen hatte ich ein langes Gespräch mit Renate, der ich meine Ängste und Sorgen mitteilte. Renate war es wichtig zu wissen, wie Kimba die ganze Situation sieht. War er der gleichen Meinung wie ich, dass seine Zeit abgelaufen war? Hatte er noch Wünsche, die ich ihm erfüllen konnte? Ich muss natürlich gestehen, dass ich einer Kommunikation mit einem Tier sehr skeptisch gegenüberstand. Aber nach zwei Tagen der Überlegung, schickte ich Renate ein Bild mit der Bitte, Kontakt zu Kimba aufzunehmen. Und siehe da, aus seiner Sicht war es noch viel zu früh für ihn zu gehen. Weder für Kimba noch für mich war damals der richtige Zeitpunkt.
Er beschrieb mich sehr genau, meine Ängste und die große Sorge alleine zurück zu bleiben. Sein Wunsch war von nun an, die Spaziergänge und die Wege, die gewählt wurden, selbst auszusuchen.
An seinen guten Tagen fuhren wir mit dem Auto hinaus ins Grüne und ich achtete darauf, dass wir alle alten Wege gingen, die er kannte. Niemals gingen wir den gleichen Weg zweimal.
An seinen schlechten Tagen gingen wir eine kleine Runde vom Haus aus.
Ich hatte in unserer letzten Zeit den Spieß umgedreht, er ging vorweg und ich trottete hinter ihm her.
Er hatte mir all die Jahre meine Wünsche erfüllt, jetzt war ich an der Reihe, seine Wünsche zu erfüllen.
Es war gut für mich zu wissen, dass Kimba mir ein Zeichen geben würde, wann er sich von mir verabschieden will.
Mit diesem Gedanken, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, konnte ich unsere letzten gemeinsamen Monate besser verbringen. So kam es dann auch Anfang Mai. 2008. Ich spürte, dass der Zeitpunkt unseres Abschiedes gekommen war. Schweren Herzens, aber mit dem Gedanken, dass es jetzt soweit war, habe ich Kimba am 06. Mai. 2008 nach 11 schönen gemeinsamen Jahren auf seine lange Reise geschickt.


Die Stille wird sich
mit Leben füllen,
das anders ist,
und ich werde die Erinnerung haben,
dass ich mit dir zusammen leben durfte.

Horst Mehnke im Juli 2008

Übungsplatz

Schlenke 8

58540 Meinerzhagen

neben Holz Meeser

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Tel. 0173 66 91 283

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